
Achtung: Baustille!

Safety helmet, white, yellow, blue and orange, placed on the cement floor in the construction site.
Wie Sie hören, hören Sie nichts.
Denn vielerorts bleiben Bagger und Bohrer derzeit ruhig. Deutschland steckt mitten in einer Wohnungsbaukrise. Die vielbeschworenen Ursachen: die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie, Material- und Fachkräftemangel, steigende Baukosten, Inflation, Zurückhaltung bei Investor und staatliche Reglementierungen, die den Bau eher bremsen als fördern. Und nicht nur das. Wie paralysiert scheint der gesamte Weltmarkt erst einmal zu schauen, in welche Richtung sich die Wirtschaft entwickelt und was sich Neues ergibt.
Die Folgen betreffen große Wohnungsbauunternehmen ebenso wie private Bauherren. Bauen wird teurer und komplizierter.
Das merken auch wir als Immobilienunternehmen und Projektentwickler
Während wir im vergangenen Jahr unseren Schwerpunkt auf die Pflege von Wohnungsbestand in der Hauptstadtregion gelegt hatten, verstärken wir alle Aktivitäten, unseren Wirkungsbereich auszuweiten und gezielt Neubau zu schaffen. Unser Credo: mehr Wohnraum und Wohnqualität für die Menschen in Berlin und Brandenburg. Hierfür kaufen wir Grundstücke an und setzen unsere Energie für eine speziell familienfreundliche Projektenwicklung ein. Inzwischen sind jedoch mehr Weitsicht und Handeln gefordert … denn allein der gute Wille zum Bauen reicht nicht.
Ein Angebot, das Sie nicht ablehnen können…
… ist das, welches Sie gar nicht erst bekommen. Die stark steigenden Rohstoffpreise und Lieferengpässe bei Baumaterialien führen dazu, dass immer mehr ausführende Firmen im Bausektor gar keine bindenden Angebote mehr erstellen. Oder Aufträge storniert werden. Parkett und Laminat sind bis Ende des Jahres nicht mehr zu ordern, die Produktion von Dachziegeln in der Region wurde vorerst gestoppt… Vorratskäufe größerer Bauunternehmen und Hotelketten verschärfen die Lage zusätzlich. Selbst Nägel für die Konstruktion von Europaletten sind Mangelware, was die Lieferketten zusätzlich ins Stocken bringt und die Preise weiter steigen lässt. Zum Teil um 150 % und mehr, wie unsere Erfahrung zeigt.
Materialunsicherheit und Antragsstau verzögern Sanierungen
Die für jedes Bauprojekt nötige Sicherheit zu Preisen und verbindlichen Lieferzeiten erschwert uns die konkrete Planung von Baumaßnahmen. Denn mit Angeboten, deren Preisbindung oft gerade einmal ein bis zwei Wochen beträgt, lässt sich auch nicht verbindlich kalkulieren. Genehmigungsverfahren oder die Abklärung baurechtlicher Fragen bei Behörden dauern nicht erst seit der Corona-Pandemie immer länger. Gibt es dann endlich grünes Licht für die Bauplanung, sind die eingeholten Angebote schon wieder hinfällig und die Preise weiter gestiegen.
Die Rechnung geht schnell nicht mehr auf. Die neue Heizungsanlage hat sich in der Zwischenzeit um 35 Prozent verteuert, das Material für den Dachausbau ist nicht mehr lieferbar… Das macht es auch schwer, gesetzliche Vorgaben zu neuen energetischen Bauweisen einzuhalten. Diese sind oft entscheidend für die finanzielle Kalkulation, etwa weil zusätzliche Fördermittel davon abhängig sind.
Nur durch unsere starke Bonität und die fachliche Flexibilität unserer Bauexperten sind wir in der Lage, auch für die aktuellen Markt-Schwierigkeiten neue und gute Lösungen zu finden.
Im Neubaubereich sind die Auswirkungen noch gravierender
Das zeigt sich in der gesamten Baubranche durch einen deutschlandweiten Rückgang der Neubautätigkeiten – insbesondere für Einfamilienhäuser. Bereits genehmigte Bauvorhaben werden aufgrund fehlender Materialien und Kapazitäten von Handwerk und Baufirmen oder auch Gesetzesänderungen zur Bauförderung zudem nicht mehr oder nur verspätet umgesetzt.
Als privatwirtschaftliches Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen sind wir vor dieser bewegten wirtschaftlichen Lage immer wieder neu gefordert, kluge Lösungen zu finden. Sowohl für eine Investitionssicherheit mit gesundem Mehrwert als auch für den von allen gewünschten Lebenswert auf dem Immobilienmarkt in und um Berlin.
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